Mittwoch, 22. Oktober 2014

Besuch in Hobbiton und der Abschied auf der Oakstead Farm


Viele von uns haben bestimmt die Film-Trilogie „Herr der Ringe“ oder die ersten zwei Teile der Trilogie „Der Hobbit“ gesehen.
Ich habe mich damals schon in das süße kleine Dorf der Hobbits verliebt – in Hobbiton.
Und natürlich bin ich sehr glücklich, dass diese Filme ausgerechnet in Neuseeland gedreht worden sind.

So habe ich mich am Dienstag nach dem morgendlichen Melken in mein Autochen gesetzt und bin im leichten Regen nach Matamata gefahren – auch bekannt als „Hobbiton“. Auf dem Weg habe ich bei einer Tankstelle einen kostenlosen Kaffee bekommen mit meiner (leider nicht ganz kostenlosen) Tankfüllung und das hat meine Laune schon um einiges gebessert.
Mit schöner Musik und trotz des leicht grauem Wetter guter Laune kam ich zur i-Site in Matamata. Das Informationszentrum ist nicht zu übersehen, denn zwischen vielen stinkpupsnormalen Häusern, steht eine kleine Hütte ganz im „Hobbit-Style“.

Darin erwartete mich gleich eine kleine Figur von Golom und viele, viele Souvenirs.
Ich war etwas überrascht, dass ich sofort ein Ticket für die nächste Set-Tour bekam, aber war natürlich froh, dass mein Plan, früh mitten in der Woche zu gehen, geklappt hat.
Gleich zehn Minuten nach meiner Ankunft, kam der große, grüne Bus mit der Aufschrift „Hobbiton – Movie Set“. Ich konnte also gar nicht verfehlen, dass es der Bus ist, nach dem ich Ausschau halten musste.

Ein freundlicher, dicklicher Busfahrer mit einem lustigen Hut stieg sogleich aus, begrüßte uns und entwertete unsere Fahrkarten. Nachdem

jeder einen Platz fand (es waren nur vielleicht zwanzig Leute) und wir los fuhren in Richtung Set, erzählte der Fahrer uns einiges über Matamata und die Region – ganz allgemeine Dinge, sodass jeder ungefähr eine Ahnung hatte, wo er da eigentlich gelandet war.

Das kleine idyllische Hobbit-Dorf
Wir fuhren ca. 20 Minuten zu einer Farm im grünen Hügelland – die Alexander-Farm. Dort erwartete uns an der Zufahrt zur Farm eine ziemlich unscheinbare Hütte, die umgeben war von Autos und weiteren Hobbiton-Bussen. Hier, hatte der Fahrer uns informiert, würden wir in einen weiteren Bus steigen, um direkt zum Set zu kommen.
Gesagt, getan. Wir stiegen aus und um und fanden uns nun mit einigen mehr Leuten im zweiten Bus – eine menge Asiaten übrigens. Auch unser Guide für diesen Tag stieg mit zu und jemand, der uns die Gatter öffnen sollte.
Denn die Straße, auf der das Set normalerweise zu erreichen ist, wurde gebaut und so fuhren wir über die Farm-Wege zum Set.

Auf dem Weg, der nur fünf Minuten dauerte, erklärte uns der Guide bereits, dass die Alexander-Farm immernoch eine Farm ist und das Set zu 50% ihm und zu 50% dem Regisseur von „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ gehörte. Dieser kam 1989 zur Familie Alexander und bat darum, auf seiner Farm einen Film drehen zu dürfen, von dem er aber nicht verraten dürfe, welcher es ist.
Der Farmer hatte kein Problem damit, seine einzige Bedinung: Schließt immer die Gatter! :D

Eine recht einfache Bedingung und so ging es los. Der Regisseur hatte nicht sonderlich viel Geld, so bat er die Regierung um Hilfe. Die gab ihm nichts, sagte aber, dass er die Armee zur Verfügung gestellt bekommen würde. Und so baute diese – offiziell in einem Trainings-Camp, denn der Film war absolut geheim – einen breiten Weg zwischen die Hügel, der zum Set führen sollte. Auch ebneten sie die Ebene vor dem „Party-Tree“ und gruben einen Teich etc. Alle Zäune in Form von Büschen etc, die man in Hobbiton findet, gehörten schon ursprünglich zur Farm. Und auch nur ein Baum wurde künstlich erstellt, alle anderen nur „um modelliert“, wenn es nötig war. So wurden zum Beispiel in feinster Kleinarbeit Pflaumen-Blätter und -Früchte an Äfpel und Kirschbäume gebastelt, weil ein richtiger Pflaumen-Baum viel zu groß gewesen wäre für das Dorf der Hobbits.
Fünf Hobbit-Hütten wurden eigens nur errichtet für den Fall,
dass die Kamera versehentlich über den Hügel schwenkt.

Die Farm der Alexanders wurde aus dreißig Farmen im Umkreis ausgewählt allein wegen des Party-Baumes, der sich zufällig genau vor einem kleinen See befand. Dem Regisseur war es wichtig, nahe an der Beschreibung Hobbitons im Buch zu bleiben.

All diese Informationen – unter vielen, vielen anderen, gab uns unser Guide, während er uns durch die insgesamt 44 oder 41(wenn ich mich recht erinnere?!) „Hobbit-Holes“ führte – oder besser über den Pfad durch sie hindurch. Die Hobbit-Höhlen an sich waren eigentlich nur Türen mit einem Loch dahinter. Sie alle sind aber nachdem es beim „Herr der Ringe“ nur ein vorübergehendes Set gewesen war, haltbar und neu gemacht worden und sind nun alle wasserdicht etc.

Auf dem Weg lernte ich zwei Australier aus meiner Gruppe kennen, die hier zum Urlaub waren – echt nette Leute, die immer mal Fotos von mir machten :)




Bilbos Heim

Vor der Berühmten Tür zu Bilbos Hüttchen

Vielleicht etwas zu klein für mich :)


Der einzige unechte Baum über Bilbos Heim.



Nach unserer Tour durch die Hüttchen kamen wir zum Pub „The Green Dragon“, in dem wir ein freies Getränk bekamen. Im „Green Dragon“ bieten sie eigenes Bier und Cider an, das es wirklich nur dort zu trinken und zu kaufen gibt.
Ich trank den ersten Apfel-Cider meines Lebens und war sehr glücklich damit :)

Unsere Tour war dann aber schon sogut wie vorüber und wir mussten zurück zum Bus, der uns zum „Parkplatz“ zurück fuhr. Nach einigen kurzen Minuten im Souvenir-Shop, ging es schon mit einer halben Stunde Verspätung zurück nach Matamata.

Insgesamt war ich von 10 Uhr bis 13.30 Uhr unterwegs in Matamata und am Set und bin dann ganz entspannt im Sonnenschein nach Newstead zurück gefahren. Die Sonne war mittlerweile herausgekommen – auch schon am Set – und machte den Tag sehr schön und warm :)

Also wenn ihr nach Neuseeland kommen solltet irgendwann – seht es euch an! Es ist atemberaubend und ich würde am liebsten gleich in das idyllische Hobbiton ziehen :)

Um drei habe ich an diesem Tag gleich weiter gearbeitet und dann Mittwoch meinen letzten Arbeitstag gehabt. Es war ein komisches Gefühl, die ganzen Muhmuhs zurück zu lassen, wenn auch wissend, dass ich zurück kommen werde.

Auch Kylee, unsere AI-Technician, hat sich fast tränenreich von mir verabschiedet und ganz fest gedrückt. Mir gesagt, dass sie mich vermissen wird und ich meinen Ars** gefälligst bald wieder nach Hamilton bewegen soll :D

Mein Abschieds-Abendbrot beinhaltete Lamm und Kumara und Kürbis und Kartoffeln und Erbsen und Möhren und hach einfach herrlich *-*

Ich habe sogar kleine Geschenke von Familie Smith bekommen – echt sooo niedlich :)

Ich werde die Farm vermissen. Man war das eine schöne Zeit!
93 Tage habe ich am Stück gearbeitet ohne einen Tag frei. Ich habe eine Menge gelernt: Ich kann Kälber groß ziehen, sie pflegen, wenn sie krank sind, weiß Bloat und Milchfieber bei Kühen zu behandeln, kann Zäune bauen und einschätzen, wieviel Futter 100 Kühe am Tag brauchen, habe gelernt zu Melken – mit der Maschine und per Hand – und kann Traktor fahren, weiß, wie man Kühe enthornt und Bullen unfruchtbar macht. Das war doch ein sehr erfolgreiches erstes viertel Jahr in Neuseeland :)

Eben habe ich mich von den Kälbchen, Bullen, Heiffer, Beefies, Schweinchen, Hühnern, Hunden und Menschen verabschiedet und mache mich jetzt auf den Weg nach Raglan und danach in Richtung Süden.

Ich werde so oft wie möglich schreiben, wenn ich wieder mit meinem Van durch die Gegend ziehe und jeden Tag an einem anderen Ort bin!

Haltet die Ohren steif!

Eure Jo

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Im Hamilton-Zoo

Hey ihr Lieben,

habt ihr exotische Tiere auch schon immer voll cool gefunden? :D
Ich finde Zoos und Tierparks jedenfalls ziemlich schön, wenn man sieht, dass es den Tieren gut geht und sie genug Platz haben und so weiter :)

Schon in dem süßen kleinen Tierpark in Luckenwalde habe ich mich ziemlich wohl gefühlt, aber er ist nichts im Vergleich zum Hamilton Zoo.
Am Dienstag sollte recht schönes Wetter werden und da der Zoo hier in Hamilton eine der Hauptattraktionen ist, haben Gail und ich uns auf den Weg gemacht, um uns sowohl die Tierwelt der Region Waikato, Neuseelands und der ganzen Welt anzusehen.

Es war ein wirklich schöner Tag. Die Sonne verschwand jedoch schon bald, nachdem wir durch den Eingang des Zoos marschierten und tauchte nur noch ein paar Mal an diesem Tag auf.
Dennoch war es ein wirklich angenehmes Wetter – nicht zu heiß und nicht zu kalt: perfekt für den Zoo :)

Nach einem kurzen Blick auf die Übersichtskarte, entschlossen wir uns, zuerst die Vögel und die Reptilien anzusehen.
Durch zwei Türen, die nicht gleichzeitig geöffnet werden durften, kamen wir in den Vogel-Bereich. Dieser war so gut gesichert, da einige der Vögel frei herumlaufen und fliegen durften. So liefen wir unter den meterhohen Bäumen und gefühlte hundert verschiedene Vogel-Arten sangen in den Bäumen – es war wirklich schön.



Den ersten Vogel, den wir so zwischen den Bäumen herumlaufen sahen, war der Weka, ein Vogel, der nur hier in Neuseeland auf der Nord-Insel zu finden ist.











In den großen Gehegen, an denen der Weg vorbei führte, konnten wir weitere einheimische Vögel betrachten.





Während der Kakariki beispielsweise einfach nur ruhig auf dem Boden saß, brachte einer der Kakas sich für uns in Stellung.
Ein kleiner Freund flog an das Gitter, um uns hallo zu sagen :D

Nachdem wir noch einige weitere Vögel mehr oder weniger gesichtet oder eher gesucht haben, kamen wir in ein kleines Reptilien-Haus. Das Such-Spiel ging weiter :D
Finde die Geckos in den Zweigen. Wir haben manchmal etwas gebraucht, um sie zu finden :)
Viel Spaß beim Suchen :D







Unsere Route durch den Zoo haben wir zwangsläufig etwas umgeändert, da wir plötzlich nicht mehr wussten, wo wir waren :D
Der Zoo kam mir vor wie ein riiiiesiger Wald – und das war er ja eigentlich auch – in dem die Gehege so eingebaut wurden, das man sich immer noch wie in der puren Natur fühlte. :)

So war das nächste Geschöpf, das wir zu sehen bekamen, der Rote Panda *-* Wir standen bestimmt zehn Minuten da, um die beiden kleinen fotografieren zu können :) Aber dann haben sie beide für uns gezeigt und sich wie kleine Models verhalten.


Von diesen Models gibt es wohl bei ziemlich jeder Tierart eines, haben wir festgestellt und als wir so zu den Meerkatzen kamen, erwartete uns der Poser schon auf seinem Baumstumpf und ein anderer kam später noch ganz neugierig an die Scheibe spaziert :D



Die Ringelschwanz-Lemuren, deren Schwänze länger sind, als sie selbst, haben sich eine kleine Pause gegönnte auf ihrem Dach, bevor es ein paar Stunden später (als wir das zweite Mal an ihnen vorbeiliefen) auch schon Mittag gab :)



Unser Weg führte uns weiter an mehreren kleinen Äffchen-Arten vorbei, die alle irgendwie lustig waren und dann in ein nächsten Abschnitt von wunderschönen Paradis-Vögeln. :)

Spidermonkey

Ein kleines Kapuzineräffchen
Liebesvogel



Ist er nicht schön? :)



Während wir so weiter liefen, lichtete sich der Wald dann zu einem riiiiiesen Gehege aus weiß-gelbem Sand, Dreck oder was auch immer :D
Riesige weiße Rhinos erwarteten uns dort. Sie lagen größtenteils in der Sonne, die sich mal wieder hat blicken lassen und entspannten sich.
Ich finde Rhinos absolut faszinierend – sie sehen alt und runzelig und trotzdem doch irgendwie toll aus :D

Vorbei an Tapieren und ein paar weiteren Äffchen, kamen wir in die „Savanne“, wie uns ein Schild mitteilte.
Riesige Giraffen, Zebras, Straußen, Wilde Hunde und gehörnte Wesen erwarteten uns dort. :)




Ein ziemlich lustiges Schauspiel, hielt uns eine Weile in der „Savanne“, denn zwei der Giraffen, fingen an, ein Zebra zu jagen und dann den Strauß :D Es war sehr lustig^^
Doch wir konnten uns losreißen und vorbei an den Geparden, die zu weit weg für ein Foto auf einem Stein lagen und faulenzten, passierten wir die Schweinchen-Gehege und liefen durch die Nachbildung des Waikato-Feuchtgebietes mit vielen verschiedenen einheimischen Enten-Arten.




Auf dem Weg zum Tigergehege, begegnet wir zwei feschen Alpakas, noch einmal den Hunting Dogs und einem verschlafenen Wallaby, das sich nicht dazu bewegen ließ, sich für ein Foto zu erheben oder umzudrehen :D




Nachdem wir das Tigerweibchen nur schlafend auf einer Plattform in den Bäumen entdeckt haben, waren wir schon etwas enttäuscht und ich schlenderte den Weg weiter, der durch eine kleine Hütte führte und dort erlitt ich meinen ersten Herzinfarkt :D Der Tiger lag keinen halben Meter von mir entfernt und die Scheibe war auf den ersten Blick aus dem Augenwinkel auch nicht zu entdecken! :D

Ich habe sofort Gail gerufen und wir haben das Riesen-Kätzchen eine ganze Weile beobachtet.
Tiger sind so verdammt schöne Tiere und ich hatte das große Bedürfnis mit dem Kätzchen zu kuscheln :D Was vielleicht gar nicht mal so eine gute Idee gewesen wäre ;)

Ein Lemur :)
Unsere Tour war nach dem Tiger schon fast zu Ende und auch nur noch sehr unspektakulär^^ Ein paar Schimpansen, Lemuren, ein paar Enten, etwas, das aussah, wie eine fette Ratte und das war es auch schon fast.



Nur der Pfau war noch ein echter Bringer :D Mit gespreiztem Gefieder, musste er allen beweisen, wie schön er war :)

Und als wir anschließend im Zoo-Restaurant auch noch etwas gegessen haben, hat uns sein Artgenosse ebenso beehrt und sich den ein oder anderen Essensbissen ergattert :)

Es war ein sehr schöner Ausflug in die Natur und doch mal etwas ganz anderes als der Luckenwalder Tierpark ;-)

Ansonsten wird das Wetter gerade immer mal schon sehr sommerlich und die Sonne brennt, als befände man sich in einem Backofen :D
Viele unserer Kühe wurden jetzt schon künstlich befruchtet und Tom, eine der beiden AI-Technician, der jetzt zurück in den Süden gereist ist, hat sich als Reiseführer angeboten :)

Also, wenn ich hoffentlich nächste Woche oder etwas später weiter reise, habe ich im Norden der Süd-Insel schon jemanden, der sich auskennt und mir die besten Plätze zeigen kann. :)

Ich freu mich drauf! Aber vorher werde ich mir noch Hobbiton ansehen und nach Raglan an den Strand fahren und die Waitomo-Caves ansehen und alles, was mir auf dem Weg in den Süden noch so über den Weg läuft!

Ich halte euch auf dem Laufenden!
Schlaft gut oder habt einen guten Tag,
bis bald


eure Jo :)

PS.: Entschuldigt bitte, dass die Bilder manchmal etwas seltsam angeordnet sind. Die Formatierung wird irgendwie geändert beim Hochladen und alles sieht ganz anders aus, als ich es beabsichtigte :D

Dienstag, 23. September 2014

Vögel, Schweinchen, Alltagsdinge – ein Nachtrag :)

Hallo Welt :)

Ich habe im letzten Blog-Eintrag, wie ich euch ja schon mitgeteilt hatte, nicht alles geschrieben aus Zeit-, Platz- und Lustmangel :D

Jetzt mache ich also einen kleinen Nachtrag mit Dingen, die noch nebenbei passiert sind oder mir einfach aufgefallen sind :)

Und wie es der Titel schon sagt, geht es da zum Beispiel um Vögel.

Ein Vogel, der mit hier in letzter Zeit augefallen ist, ist der MorePork. Das ist ein kleiner Kuckuck-Kauz, der hier am Abend immer seine Laute von sich gibt. Die hören sich an, als würde er MorePork sagen, daher kommt sein Name :D Er hört sich an wie eine Mischung aus Kuckuck und Uhu und sieht eben auch aus wie ein kleiner Kauz. Ich habe noch keinen gesehen, ich höre sie immer nur, wenn ich nach dem Abendessen in meinen Raum gehe, also habe ich einfach mal eines aus dem Internet geklaut ^^ Also ich besitze keine Recht blah blah :D
Am lustigsten finde ich die Bedeutung seines Rufes, denn MorePork heißt soviel wie „Mehr (Schweine-)Fleisch“ :D Der Kleine weiß, was er will ;D

Ein anderer Vogel, den es hier mittlerweile in Massen gibt und der in Gruppen auf den Wiesen herumspaziert ist der Pukeko :) Er ist dunkelblau, schwarz mit etwas rot und naja immer mal unterschiedlich :) Ich habe auch von ihm kein Foto, also musste der alte Onkel Google mal wieder herhalten^^
Ich finde den Vogel lustig, aber Gail sagt, dass er mittlerweile zu einer Plage geworden sei, weil er sich so rasend schnell vermehrt. Naja niedlich ist er trotzdem irgendwie^^

Überhaupt nicht niedlich sind allerdings die sand flies. Diese blöden Viecher sehen aus wie unsere Obstfliegen finde ich und deshalb habe ich mich auch nicht wirklich daran gestört, als sich so ein kleiner Mistkerl auf mein Arm gesetzt hat. Aber dass es etwas anderes sein musste, durfte ich wenige Sekunden später feststellen. Diese kleinen Sauhunde beißen. Und ich weiß, dass ja solche Insekten-Stiche bei jedem Menschen eine andere Wirkung haben, aber bei mir zumindest tut der Biss dieser Fliege weit mehr weh als ein Mücken-Stich. Denn er juckt nicht nur tausend mal schlimmer, sondern er tut auch sehr weh :/ Und blöderweise haben sie herausgefunden, dass sie mich mögen....schlecht für mich, gut für Gail, die seit meiner Anwesenheit für Gewöhnlich verschont wird :D
Und es wird wohl noch viel schlimmer, denn die tropische Hitze im Sommer zieht auch Mücken ohne Ende an, das wird ein Spaß ^^
Freut euch, dass bei euch wieder Winter ist bald ;)

Wir haben wieder ein paar neue Mitbewohner: zwei kleine Ferkelchen *-*

So ein kleines süßes Vieh :D
Als wir sie abgeholt haben vor einer Wochen oder so, durfte ich auch ein kleines auf den Arm nehmen, was erst ein paar Tage als war :D Es war so super niedlich, aber ich habe danach den ganzen Tag nach Schwein gestunken xD

Die Babys, die wir bekommen haben, sind schon zehn Wochen alt oder so, aber noch ziemlich klein: ein Mädchen und einen Jungen haben wir jetzt und ihre Namen sind Brooni und Maybe :)
Sie gewöhnen sich langsam an uns und dürfen auch schon allein draußen spazieren gehen, denn sie wissen jetzt, dass sie zurück kommen müssen.
Nicht mehr lange, sagt Gail, dann kann man sogar mit ihnen kuscheln :D
Aber ob ich da so scharf drauf bin, muss ich mir noch überlegen^^

Es sind eben Schweine und sie sind immer etwas schmuddelig vom Herumwühlen im Sand.
Normalerweise graben sie richtige Löcher und würden so das ganze Paddock wieder kaputt machen wir ihre Vorgänger. Das ist nicht so schön, da da jetzt die Kälbchen drin sind und so hat Ray ihnen ihre Rüsselchen gepierct . Jetzt graben sie zwar noch ein wenig, aber sobald sie die harte Erde graben würden, täte es in der Nase weh, also lassen sie es :) Die kleinen Löcher sind echt genug! ;)
Brooni (rechts) und Maybe (links)
Jetzt müssen sie groß und fett werden, damit es wieder leckeren Bacon zum Frühstück gibt :D

Ich habe in letzter Zeit aber nicht nur „lokales“ Essen hier bekommen, sondern wir machen jetzt ab und zu mal einen „Ausflug“ nach Deutschland :P Wenn auch nur ganz klein^^
Janice hat irgendwo im NewWorld Supermarkt einen extra Bäcker gefunden, den eine französische Bäckerin betreibt und die backt doch tatsächlich Brot, das man als Brot bezeichnen kann :D Es ist schon recht dunkel und für uns normal fest und schmeckt wunderbar *-* Sie kauft es jetzt des öfteren und macht mich glücklich :D
Außerdem habe ich Kinder-Schokolade und Werther's Original gefunden :D

Familie Smith kannte doch tatsächlich keine Kinder-Schokolade und darum haben wir sie alle zusammen gekostet und sie mögen sie auch sehr :) Sie kostet jedoch drei Mal so viel wie zuhause und darum werde ich sie mir wohl an meinem Geburtstag das nächste Mal gönnen^^

Kostenlos und jeden Tag darf ich dafür Radio hören :P Wir hören beim Melken immer The Breeze. Ich muss sagen, dass die echt gute Musik spielen. Zwar ist es auch irgendwann immer das gleiche, aber sie spielen nicht nur diese endlos ätzende neue Mainstream-Musik, sondern überwiegend echt schöne und etwas ältere Dinge (Also älter als ich, was ja aber jetzt nicht so das Kunststück ist^^)
Sonst ist hier Bruno Mars und Taylor Swift echt oft drin...jeden Tag … das kann auf die Dauer echt nerven, aber zum Glück kann man elektronische Geräte ja auch abschalten, wenn es ganz schlimm wird...oder einfach gegen die Wand werfen :-P

Manchmal wollte ich das wirklich schon machen, denn wie jeder Radio-Sender hat auch dieser so ein Jingle-Ding. Wir alle kennen diesen nervigen Singsang wie „94.3 RS2“ oder „Antenne Brandenbuuuuuuurg“ oder „Antenne Bayern“ *schief sing * -.- Völlig egal, was, auf alle Fälle nervtötend -.-
The Breeze hat sich wohl vorgenommen, mich damit zur Weißglut zu treiben, dass sie mir (ungelogen) alle allerhöchstens fünf Minuten vorsingen, dass ich einen Freund im Radiosender The Breeze habe -.-

You've got a friend in The Breeze

Also meine Lieben, keine Sorge, ich habe auf jeden Fall einen Freund gefunden hier^^ einen nervigen zwar, aber immerhin einen treuen Freund, der bereit ist, es mich auch die ganze Zeit wissen zu lassen^^

Da es mir manchmal wirklich sehr auf die Tränensäcke geht, habe ich jetzt aber angefangen, Hörbücher zu hören während des Melkens. Also echt Illuminati, Sakrileg und Meteor von Dan Brown sind absolut zu empfehlen!! Wirklich, lest es, hört es, was auch immer, zieht es euch rein!! :) Es ist die Zeit wert!

So es sollte ja ein kurzer Eintrag werden und das ist er ja auch fast geworden ;D
Nur eins noch: Heute morgen wurde das letzte Kalb geboren, wir sind jetzt also am Ende der Kalbzeit und am 05.Oktober werden den Muttis schon wieder neue Babys in den Bauch gehauen :O Ganz schön krass, find ich, aber das ist eben ihr Job ;)
So apropos Job: Ich habe noch einen und ne Menge zutun :)

Wir lesen uns! :)

Ausnahmsweise sonnig warme Grüße aus dem wunderschönen Neuseeland


Eure Jo :)