Samstag, 19. Juli 2014

Warm ist anders

Da bin ich wieder :)
Knüpfe ich einfach mal da an, wo ich letztens aufgehört habe: Der Fisch. 


Wir haben am 16. noch den Fisch gebraten mit ein bisschen Knoblauch und dann noch ein paar Spaghetti mit Tomatensoße gekocht...wieder an der Mercury Bay, wie schon vorher den Truthahn. 
Da wir jetzt nicht so recht wussten, wo wir übernachten sollten, dachten wir uns, dass wir es einfach machen wie in Auckland und uns irgendwo an die Straße stellen. Tja, wir sollten noch merken, dass das gar keine so gute Idee war. :/

Wir fuhren also so umher und fanden dann schließlich an einem schönen Strand einen Platz, an dem wir stehen konnten. Also es war nicht direkt der Strand, es war eher die Straße vor dem Strandaufgang. Da stand ein Schild, dass das Campen am Strand verboten sei. Ja, da die Straße noch nicht zum Strand gehörte, haben wir uns nichts weiter dabei gedacht, als wir uns dort für die Nacht einrichteten. Am Abend haben wir noch etwas die Wellen am Strand bewundert und sind dann auch schon irgendwie ins Bett (es war mal wieder eine ziemlich kalte Nacht, aber noch lange nicht die kälteste, wie sich heraus stellen sollte.) 


Die Wellen am Simpsons Beach waren der Wahnsinn!
Soweit, sogut. Die Nacht haben wir also noch so vor uns hingschlummert beim Grollen der Wellen (Ein wunderbaren Hintergrundgeräusch, wie ich finde, es hörte sich an wie Gewitter oder sowas). Früh um kurz vor sieben klopfte es dann an unsere Scheibe und ein Officer erklärte uns, dass wir hier nicht übernachten durften und wir jetzt  eine Strafe von 200$ zu bezahlen hätten. Frühere Camper hätten in der Gegend wohl immer ihren Müll herumliegen lassen und so wollten die Anwohner jetzt keine Camper mehr hier. Er sagte, man würde die Officers verständigen, wenn einem etwas auffiele. Ob jemand uns verpfiffen hat oder er einfach nur beim Streife fahren  bemerkte, dass wir dort stehen, wissen wir nicht. Auf jeden Fall müssen wir jetzt innerhalb eines Monats die 200$ bezahlen.
Ich war ganz schön verärgert über die Sache, da ich so oft gewarnt wurde, dass wir aufpassen sollen, wo wir uns hinstellen. Naja im Nachhinein fanden wir heraus, dass sie dort nichtmal Schilder aufstellen müssen sozusagen, das Campen ist in der Gegen Coromandel allgemein Verboten. Jetzt sind wir vorsichtiger geworden und das hat uns wieder eine Bekanntschaft mehr eingebracht :)

Nachdem unser Tag also ganz schön blöd angefangen hatte, dachten wir uns irgendwann (bei mir war erst etwas Überzeugungsarbeit von meiner Mama nötig, danke dafür :D ), dass es nun mal eben passiert ist und wir uns davon unsere Laune nicht verderben lassen sollten. Irgendwann wäre es wahrscheinlic eh passiert, dachten wir uns ;) Also frühstückten wir wieder diese abartigen Brötchen, die mir mittlerweile echt links und rechts zu den Ohren herauskommen, sodass ich gar nicht mehr frühstücken will :O
Wärend wir da so saßen und aßen, kamen ungefähr im Zehn-Minuten-Abstand Surfer mit ihren Autos angefahren, stiegen aus und sahen aufs Meer. Der zweite von ihnen wagte sich sogar zehn Minuten oder so aufs Wasser, aber ehe wir raus sind, um ihm zuzusehen, war er schon wieder auf  dem Weg die Treppe hoch zu seinem Auto mit dem  Surfboard unterm Arm. Er sah ganz  genauso aus, wie man sich so eeinen Surfer vorstellt. Mittelgroß, schlank, Tattoo auf der Wade und langes, wehendes, blondes Haar.

Als er wieder abgedüst waren, kamen weitere Surfer und schauten nacheinander einfach nur ein paar Minuten aufs Wasser, aber alle verschwanden wieder.
Die Flut war gerade da und trieb auf ihren höchsten Stand zu und so gingen wir noch einmal den Strand hinunter bevor sie ganz kam. Ich drehte früher um als Jannik, da ich keine Lust hatte, nass zu werden. Und schon ich musste auf dem Rückweg auf den Dünen laufen, weil die Wellen bereits den ganzen Strand verschlungen hatten. Jannik ging es dann natürlich genauso ;) 

Es führte uns dann gegen Mittag wieder in die Library, in der ich den letzten Eintrag geschrieben hatte, in Whitianga. Wir wollten uns aufwärmen, denn von der Nacht waren wir beide ganz schön durchgefroren. (Es waren so schätzungsweise 1°C in der Nacht, was ganz schön bitter ist, wenn man im Auto schläft!) Dort brannten wir zehn CDs fürs Auto und ich hab noch ein paar Nachrichten verschickt. (Schon komisch, wieviele Leute sich für einen interessieren, wenn man nicht mehr da ist :D )
Wir verfolgten unseren ursprünglichen Plan von Anfang der Woche, zu den Hot Water Beaches zu fahren aber immernoch und  so machten wir uns gegen Nachmittag auf den Weg dahin. Um halb sechs würde die Ebbe den niedrigsten Stand erreicht haben und dann waren die heißen Quellen unterm Strand am besten zu erreichen.
Eins vorweg: Es.war.WAHNSINN.
Schon als wir das Auto auf dem Parklpatz abstellten, sahen wir von weitem den Dampf überm Strand. Wir zogen unsere Schuhe und Socken aus. Ich laufe seit der Truthahnjagd hier irgendwie nur noch mit drei paar Socken und Gummistiefel herum :D (Danke Oma, Deine Wollsocken leisten guten Dienst!) So barfuß war es wieder absolut kalt, aber es würde ja bald heiß werden, dachten wir uns so.
Also ab die Treppe runter durch den kalten Sand - es fühlte sich eher an wie ein Gletscher - und durch einen ca.drei Meter breiten, flachen Fluss. Man, die Füße wurden taub darin, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen :D Es sei denn, ihr seit Freaks und geht Eisbaden ;) 
Der Weg über den breiten Strand kam mir sehr lang vor, da es sooooo kalt war, aber der Dampf, der nur ein paar hundert Meter vor uns zu sehen war, machte die ganze Sache um einiges erträglicher  :D 




Wärmer als in der Badewanne :)
Der Hot Water Beach, mal zur Erklärung, ist echt ein wahnsinns Phänomen, wie ich finde. Man muss einfach ein Loch in den Boden graben und schon fließt heißes Wasser dort heraus. Ich glaube, es waren an dieser Stelle so ca. 62°C schätze ich mal. Je nachdem, wo man war und wie weit man von der Quelle direkt weg war, hatte das Wasser dann vllt so 50 - 65°C. Viele halbnackte Leute lagen dort einfach in einem riesigen Wasserloch und dampften vor sich hin. Wir hatten keine Badesachen bei und erachteten es auch nicht als sonderlich schlau, jetzt baden zu gehen, wenn wir im kalten Bus übernachten würden. 

Also stellten wir unsere Schuhe irgendwo an den lustig geformten Riesensteinen ab, zogen unsere Hosen hoch und wateten durchs Wasser. Der erste Moment war mega heiß und wir mussten immer wieder rein und raus, um ees zu ertragen ^^ Irgendwann ging es im "normalen" Wasser, aber wenn man eine Stelle erwischte, aus der das heiße Wasser strömte, verbrannte man sich schon etwas. Ich hatte danach knallrote Füße :D 





So mit den Füßen im Wasser (und später setzten wir uns auch noch auf die Steine), sahen wir dem Sonnenuntergang zu. Es war magisch und wir stellten  - mal wieder - fest, dass dieses Land wohl eines der schönsten der Welt sein musste und wir unglaublich glücklich sind, hier zu sein. 


Die Flut kam schnell und wir mussten uns dann schon fast ein bisschen beeilen, zurückzukommen :D Andere hingegen badeten auch noch seelenruhig weiter, als die Wellen vom Meer schon in die "Badewanne" schwappten. Hoffen wir mal für sie, dass sie alle noch leben ;D
Sonnenuntergänge sind einfach was tolles :)

Schnell noch die Füße abgespült und die durch und durch erwärmten Füße in Schuhe und Socken gesteckt, fuhren wir in Richtung Hamilton - unserem nächsten Ziel. Dort habe ich morgen, am Sonntag, eine Verabredung mit Gail Smith. Sie braucht noch einen Arbeiter auf ihrer Farm und so werde ich da vielleicht meine erste Anstellung finden :) 

Auf dem langen Weg mussten wir einmal tanken und als wir dann nach unserem Abendbrot bei KFC (wo wir zur Zeit öfter mal essen, weil es einfach einfach und eeeecht billig ist hier) nicht wussten, wo wir hin sollten zum schlafen, suchten wir uns wieder irgendetwas. Im Wohngebiet zu übernachten, trauten wir uns nicht mehr und so fuhren wir auf irgendeinen Landwirtschaftsweg und hofften, dass uns da niemand wegschicken würde. 


Sonnenaufgang auf dem Feldweg
Es war so kalt in der  Nacht, dass es gefroren hat! Ich habe nicht geschlafen. Abwechseln war es die Kälte die mich abhielt und die Angst, dass jeden Moment jemand an die Scheibe klopfen und uns noch eine Strafe aufbrummen würde. 

Es passierte nichts und so frühstückten wir am nächsten Morgen in der Affenkälte und fuhren in die Stadt zur Library, weil wir wussten, dass es dort warm ist und wir uns aufwärmen konnten. Danach fuhren wir einkaufen, ein paar Decken zusätzlich, und ich kochte Risotto zum Mittag.
Da wir bei Nigel unsere letzte so richtig warme Dusche hatten, beschlossen wir, für 6$ in die Schwimmhalle zu fahren. Kostenlos ist es offensichtlich nur in Auckland gewesen. 
Ich bin mal wieder eine Runde geschwommen dort. So richtig schön trainieren konnte man allerdings nicht: Das Wasser hatte so ca.29°C,eindeutig zu warm :D Es war nicht wie bei uns nur Chlorwasser. Dem Geschmack nach zu urteilen, war es gechlortes Salzwasser^^ Eine wirklich lustige Mischung. 
Ich trainierte also (nur höchstens ne Stunde oder so) und Jannik evorzugte das 32°C warme Badewannenwasser ein Becken weiter. Ich gesellte mich dann auch irgndwann dazu und nach einer ausgiebig warmen Dusche danach,machten wir uns erneut auf die Suche nach einem Schlafplatz.

Wir hatten mittelerweile nachgelesen, dass es in Hamilton kein allgemeines Verbot zum Campen gab und so suchten wir uns eine Sackgasse und stellten uns dort hin.
Irgendwie war uns aber doch unwohl und so klingelten wir bei dem Haus, vor dem wir standen und fragten nach, ob wir dort übernachten dürften.
Die nette Maori-Dame schaute wie ein Auto - wahrscheinlich hatte noch nie jemand vorher gefragt. Natürlichen dürften wir dort stehen. Wir bedankten uns und gingen. Ich wollte noch eine Runde spazieren gehen, doch bevor ich los laufen konnte, rief mich Jannik zurück: Die Dame, Gloria, bot uns an, in ihrem Gästehaus zu schlafen, da dort gerade eh niemand wohnen würde. GENIAL! Man wir freuten uns wie die Honigkuchenferden, denn in der Nacht sollte es wieder Frost geben. 
Heut Nacht hatte es wieder gefroren. *brr*

Gloria war echt super nett und als würde es nicht reichen, dass sie uns einen Schlafplatz anbot, machte sie heut morgen extra für uns Frühstück: Bacon and Egg, Würstchen, Tomaten, Pilze - Echt lecker! :) 

Danach lernten wir noch ihre kleinste Tochter und ihren Freund kennen. Man was für ein cooler Typ :D Er kommt aus Simbabwe und hat Dreadlocks bis zum Arsch :D Ein seeehr sympatischer Kerl ;) 
Wir tranken noch Tee, quatschten ein wenig, tauschten Nummern aus. 
Ich hatte bei der IRD angerufen für meine Steuernummer und sie an diesem Morgen bekommen und damit wollten wir unsere Bankkonten eröffnen. Wir erzählten ihr das und sie sagte sofort, dass wir ihre Adresse nehmen könnten dafür :)


Sieht ziemlich nackig aus so ohne Name und Chip
Supi! Also ab zur nächsten Bank. Es war sehr einfach: Wir brauchten nur unseren Reisepass, die IRD-Number und die Adresse. Und weil wir es nicht für nötig empfanden, auf die Karten unseren Namen gedruckt zu haben, haben wir die auch gleich bekommen - ohne Name.

Also ab jetzt können wir die Bank hier nutzen :) Super :)


Ja, mehr gibt es kaum zu erzählen.
Morgen treffe ich Gail, mal sehen, wie es aussieht mit dem Job :) 
Wir werden heut Nacht nochmal bei Gloria übernachten  - sie hat uns gesagt, wir können jederzeit kommen und auch  wenn wir Hilfe brauchen, einfach anrufen :) Echt tolle Menschen!

Wir haben einen Plan: Wir schreiben uns die Adressen von allen hier auf, die uns helfen oder bei denen wir übernachtet haben und dann schicken wir ihnen in einem Jahr eine Postkarte aus Deutschland - jedem. Mal sehen, wieviele es sind und ob wir das durchziehen ;)

Achja eine Sache noch: Wir sind jetzt von Brötchen auf Pita-Brot umgestiegen. Es ist nicht perfekt, kommt unserem Brot jedoch näher.
Und die Milch hier: Absolut...öhm..naja...ungenießbar trifft es vielleicht :D Ich trinke Zuhause wirklich wirklich gern und viel Milch, aber das, was wir hier getrunkn haben, war wirklich...naja...>.> Anscheinend haben sie hier nicht so hohe Standarts bei Milch :O Die wir jetzt höchstens noch für den Tee nehmen. (Den hier fast alle traiditonell mit Milch trinken)

Wettervorhersage für die Nächte der nächsten anderthalb Wochen: zwischen 1 und -1°C -.- In Auckland ist es wärmr gewesen. *brr*


Nagut, ich verabschiede mich :D 
Frostige Grüße ins sommerheiße Schland und überall sonst hin ;)

See U
Joe :D


PS.: Das hier hängt in Hamilton: Die Neuseeländer und die Australier...eine echte Hass-Liebe :D

Mittwoch, 16. Juli 2014

Gesegnet sei das deutsche Brot

Bevor ich hier irgendwie wieder mit Storytelling beginne:
Ein HOCH auf das deutsche Brot!!

Als wir in Tauranga vorgestern Abend erneut einkaufen waren, standen wir im Pack'n Safe vor einem Regal mit einhundertmillausendundtwölfzig verschiedenen Sorten "Brot". Weißes, noch weißeres, ein bisschen dunkler weißes, mittelweißes, grau-weißes, superhellbraun-weißes....Kein Schwarzbrot, kein Körnerbrot, niiiiiichts. Und als wir schon ganz glücklich ein Brot fanden, auf dem sie mit großen Buchstaben das europäische Brot anzeigten, wurden wir nur seeeehr enttäuscht. :O
Dieses Brot sah von außen zwar aus wie Schwarzbrot, aber - was für eine Überraschung - es war weißes Brot, gefärbt mit gaaaaanz viel Luft, sodass es eher an eine braune Luftmatratze als an unser gutes, altes Roggenbrot erinnerte.
Ja und da habe ich feststellen müssen, was für tolles Brot wir doch haben.
Wir haben hier nämlich jetzt - nach nur einer Woche - schon ein bisschen die Nase voll von Brötchen^^
Also ehrt es gut da auf der anderen Seite der Welt! Es ist einzigartig! :D

Ach wo ich gerade bei Vorgestern bin:
Sowas wie da ist mir ja auch noch nicht passiert :D
Bevor wir einkaufen fuhren, wollte ich beim Hafen vorbei schauen, um eventuell einen Job zu finden oder...naja einfach nur die Boote anzuschauen. Darauf lief es dann hinaus, denn die einzige Werft, die auf dieser Seite des Wassers war, hatte bereits geschlossen (das Office zumindest). Also lief ich den Pier so zwischen den Booten lang, als mir zwischen den ganzen Motoryachten (keine Segel :O ) ein schönes Segelboot auffiel. Ich hab es im Vorbeigehen ein bisschen länger angeguckt als die anderen Boote und da hör ich jemanden mit einem ziemlich lustigen Akzent auf Englisch rufen, ob ich ein Bier haben möchte. Ich hab es erst gar nicht so richtig verstanden und bin näher ans Boot ran und da saßen zwei Seebären auf dem Schiffchen und guckten mich freundlich an. "Sorry?", fragte ich nach, weil ich nicht so recht wusste, was sie von mir wollen. Er wiederholte seine Frage und dann stand ich da :D Ja, was mach ich jetzt? In Deutschland würde ich glaub ich nicht zu fremden Männern ins Boot steigen, aber hier in Neuseeland ist das anders. Ablehnen wäre ja irgendwie unhöflich und es hat sich hier schon so viel dadurch ergeben, dass wir mit Einheimischen einfach nur gequatscht haben. Jannik saß im Auto und las, der würde mich so schnell nicht vermissen und ich würde ihm eine Nachricht schreiben, dachte ich mir dann nur noch, als ich lächeln einwilligte und aufs Boot stieg.

Sie stellten sich mir vor und drückten mir prompt das Bier in die Hand. So sehr ich mich auch anstrenge, ich kann mich nicht an den Namen des Besitzers erinnern, aber es war ein älterer Herr, fast 70, mit weißem Bart - so wie man sich eben einen Seebären vorstellt - und Craig, sein Kumpel, der sein Boot ein Stück weiter zu liegen hatte.
Wir begannen den üblichen Smalltalk - wer, wie, wo, warum :D
Es stellte sich heraus, dass der alte Seebär am nächsten Morgen nach Fiji aufbrechen würde und ungefähr vier Monate auf See wäre. Ich hätte ja fast gesagt, ich komme mit, aber dafür war ich ja schließlich nicht nach Neuseeland gekommen ;)
Aber nicht nur das erzählte mir der alte Mann. Er sagte auch, dass er wen im Packhouse die Straße runter kennen würde, der eventuell einen Job für uns hätte. Genial! Und da ist wieder genau das eingetreten, was uns schon öfter aufgefallen ist und was uns auch in den nächsten Tagen wieder passieren sollte: Wenn man mit den Leuten quatscht, bekommt man Kontakte :)

Also rief er eine Frau dort an und sagte mir anschließend, an wen wir uns wo wenden sollten. :)
Perfekt!
Craig zeigte mir anschließend noch sein Boot, stellte mich seiner Frau vor und gab mir seine Nummer für den Fall, dass ich mal wieder in der Nähe wäre und auf ein Bier rumkommen möchte :D Ich denke nicht, dass ich das ausschlagen werde, denn ich habe in der halben Stunde, die wir auf seinem Boot waren schon so einige englische Worte für Teile des Boots etc. erfahren, von ihm kann ich bestimmt noch einiges lernen. (Er war auch viele Jahre mit seiner Frau nur auf See :) )
Er gab mir, bevor wir uns dann verabschiedeten, noch einige Tipps, zu welcher Bootswerft ich gehen könnte, um vielleicht mal Arbeit zu finden und an welchem Blackboard ich mich einschreiben sollte, um evtl. mal  irgendwo mitsegeln zu können. :) Wir haben dann noch kurz mit einem Briten geschnackt, der Wahlneuseeländer geworden war und dann ging ich auch schon zurück zum Bus, um dem Unwissenden im Bus zu berichten, was für neue Möglichkeiten sich aufgetan haben. :D

Wir fuhren direkt zum Packhouse, dort trafen wir allerdings nur noch einen Arbeiter, der sagte, wir sollten morgen wiederkommen. Gesagt, getan.

Sonnenaufgang am Strand in Tauranga

Den 15.07. begannen wir -wie soll es auch anders sein - mit Brötchen. Mit weißen Brötchen :D Bei strahlendem Sonnenschein am Strand (so hieß der Abschnitt dort), machte das aber eigentlich gar nichts und wir riefen vor lauter Tatendrang (denn wir würden gleich wieder zum Packhouse fahren) beim IRD an wegen unserer Steuernummern. Die lagen dort leider noch nicht vor, sodass wir beschlossen, es am Ende der Woche einfach noch mal zu versuchen.

Aber dadurch ließen wir uns den gestrigen Tag auf keinen Fall vermiesen und machten uns schleunigst auf den Weg zum Packhouse. Mary-Ann (die Frau im Office), war sehr freundlich und quasselte in einem soooo flotten Englisch, dass wir anfangs etwas Schwierigkeiten hatten, hinterher zu kommen. :D Aber wir haben sie dann doch irgendwie verstanden und sollten Formulare mit unseren Daten ausfüllen. Sie würde uns dann anrufen, wenn sich etwas ergeben würde, sie könne es aber nicht genau sagen. Dass sie sich heute schon melden würde, konnte ja keiner ahnen :D Aber es ist seit dem sooo viel passiert, dass wir der Guten wohl absagen müssen für den Job. Denn der würde sich nur auf ca. drei Tage in der Woche belaufen und wäre wieder in Tauranga, was in unseren jetzigen Plan (der sich allerdings ca. alle zwei Stunden ändert) nicht mehr reinpassen würde ;)

Nachdem wir nämlich erfuhren, dass der Job, wenn, dann erst ab nächster Woche zu vergeben wäre und er sich nur auf drei Tage die Woche belaufen würde, beschlossen wir, erstmal die Stadt zu verlassen und in eine coole Gegend zu fahren :D Jannik hat auf der Karte die Hot Water Beaches gefunden und die kamen uns ziemlich sympathisch vor, sodass wir uns gleich nach unserer Bewerbung im Packhouse in den Van setzten und gen Norden in Richtung Whitianga düsten.

Dass unser Autochen ein CD-Player hat, ist wirklich super. Bei strahlendem Sonnenschein den Highway runter zu düsen und dabei laut Musik zu hören, ist wohl eines der schönsten Gefühle der Welt. Freiheit pur *-*

Als wir nun auf dem Weg wieder durch Katikati kamen, hiniterließen wir bei einigen Packhäusern und Plantagen unsere Nummern und schlängelten uns durch die Berge. Solche Haarnadelkurven habe ich selten erlebt. Stellte euch vor, es paaren sich eine Bergstraße in Thüringen, den Alpen und dem Himalaya mit einer Haarnadelauffahrt zu einem Parkhaus, setzt das dann in eine paradiesische Landschaft mit Palmen, dem Pazifik und seeeehr hohen "Hügelchen" und dann habt ihr ungefähr eine Vorstellung von der Tour :D

In unserer Richtung hatten wir gottseidank meistens den Weg abwärts, sodass ich auf dem Weg eigentlich nur die Bremse betätigen musste (denn die Kurven konnte man nur so mit höchstens 30 km/h befahren).
Mir wurde schon ganz schwindelig, als es langsam besser zu werden schien.

Der "Urwald" lichtete sich etwas und es kamen in paar Farmen zum Vorschein.
Irgendwie entwickelte sich die Idee, dass wir ja mal fragen könnten, ob sie einen Job für uns haben, denn es war soooo wunderschön hier, dass sich jeder Job - völlig gleich welcher - hier wohl lohnen würde :D
Also anhalten, raus aus dem Auto, fragen.

Der erste Farmer, der mich von seiner Statur sehr an einen Schrank erinnerte, sagte uns, dass er keine Arbeit für uns hätte. Er sagte das natürlich nicht nur in einem, sondern in gefühlten hunderttausend Sätzen, aber wir haben ehrlich gesagt, nichtmal die Hälfte verstanden :D Den Sinn schon irgendwie, aber einige Worte hat er so verschluckt, dass wir beide Mühe hatten. Das haben wir aber erst im Nachhinein festgestellt, denn während der Unterhaltung haben wir natürlich beide nett gelächelt und genickt :D Wie es sich so gehört, wenn man eigentlich nicht so richtig weiß, was los ist :'D Ich fand es sehr witzig :D

Auf dem Weg zum Farmer, den keiner versteht :D
Aber dieser Nuschelkopp hat uns auf jeden Fall den entscheidenden Hinweis gegeben: Wir sollten zu einem anderen Farmer gehen. Die genaue Beschreibung haben wir beide nicht so richtig mitbekommen, aber es hat gereicht, um zu wissen, dass wir bei einer Steinmauer mit Tor rein müssten. Oder einem Gatter oder sowas :D
Wir haben es jedenfalls entdeckt und sind den Sandweg zu einer ziemlich großen Farm rauf gefahren. Da wir dort niemanden antrafen, schrieben wir einen Zettel mit unseren Nummer und just in diesem Moment kam Nigel mit seiner Motorcrossmaschine und den Schafen den Hügel hinunter.

Auf die Frage, ob er einen Job für uns hätte, hatte er leider keine positive Antwort, da gerade Winter war und er eigentlich alles alleine bewältigen konnte.
Trotzdem lud er uns auf einen Tee im Haus ein, das noch etwas weiter den Weg die Hügel hoch lag (es war wirklich sehr versteckt hinter Bäumen und Büschen, wie in einem Märchen). Er hatte seinen Sohn Samuel und dessen Freund Liam dabei, die, einer vor ihm, einer hinter ihm, mit auf dem Motorrad nach oben zum Haus fuhren  - wir mit dem Van hinterher.

Nigels Farm liegt in einer wunderschönen Landschaft

Dort lernten wir seine Frau Christine kennen (sie kommt ursprünglich aus Nordirland und das hörte man an ihrem Akzent auch). Eine sehr, sehr nette Frau mit niedlichen Locken und einem Lächeln, bei dem man denkt, sie möchte einen gleich auffressen :D Nein Spaß, sie lacht wirklich einfach nur seeeehr zähnefletschend :D
Wir tranken alle zusammen Tee und die Jungs spielten, als eine Freundin von den beiden, Liz, noch dazu kam. Nach dem allgemeinen Smalltalk telefonierte sie gefühlt ihr ganzes Telefonbuch durch, auf der Suche nach einem Job für uns :)
Sie beschrieb uns, was uns ein Lächeln auf die Lippen zauberte, als junge deutsche Touristen mit einem super Englisch, die noch nicht auf einer Farm gearbeitet haben, aber so aussähen, als könnten sie anpacken :D

Es war so toll, wie sie sich gekümmert hat und wie alle zusammen, obwohl sie uns eigentlich nicht kannten, versuchten, uns zu helfen. :)
Es hat geholfen, denn sie konnte für einen von uns einen Job in Hamilton organisieren, wir schauen da Montag mal vorbei, ob das was wird :)

Nach dieser tollen Nachricht wurden wir auch noch auf die Truthahnjagd eingeladen. Da wir beide sowas noch nie gemacht haben, haben wir natürlich eingewilligt. Also Gummistiefel und Arbeitssachen an und ab mit Simon (einem Freund von Nigel und Vater von Liam), Nigel, Samuel, Liam und Jannik ab in den Landrover und los ging es die gefühlten 90°-Abhänge hoch.
Mir blieb manchmal fast das Herz stehen bei dem Gefühl, nach hinten umzukippen :D

Um die ganze Truthahnjagd zusammenzufassen: Nigel schoss sie mit Schrot ab, wir brachen ihnen das Genick, damit sie nicht leiden mussten und packten sie ins Auto. Dann fuhren wir mit ihnen zu einem kleinen Matschloch, wo wir sie rupften und ihnen die Beine ab- und die Brust herausschnitten (das beste Fleisch, meint Nigel) und den Rest dann einfach dort liegen ließen :D

Einen haben wir ausgenommen für Samuel zu Weihnachten.
Unsere völlig mit Truthahnblut verschmierten Finger, wuschen wir dann im Fluss gleich nebenan :)
Das mag sich jetzt alles ziemlich eklig anhören, aber ich fand es nicht schlimm. Im Gegenteil, es hat uns sogar richtig Spaß gemacht und wir haben beide noch mehr Lust auf Farmarbeit bekommen.
(Papa ich hoffe, du bist stolz auf mich, dass ich einfach so einen Vogel töten, rupfen und ausnehmen kann :D)


Kein Kommentar :D 
Zurück im Haus hatte Christine Abendessen für zwei Familien und uns gekocht :D
Nigels Familie: Christine, Hannah (10), Samuel (8) und Maya (3). Sowie Simons Familie: Seine Frau Carina, Sohn Liam (8), Tochter Cairy (9) und seine total süße Kleinste Lyla (4). So waren wir also zwölf Leute, die das leckere Abendessen genießen konnten. Es gab Kartoffeln, Gemüse, Baguette, Nudelsalat und Würste in irgendeiner Soße :D Es hat aber echt gut geschmeckt!

Natürlich wurde uns Bier und Wein angeboten (und nichts anderes :D), sodass Nigel kurzerhand beschloss, dass wir die Nacht im Gästezimmer verbringen würden, weil trinken und fahren nicht ginge (hat er ja Recht, der Gute :D )
So hatten wir noch einen gemütlichen Abend mit viel Quatschen und Spielen mit den Kindern (Christine sagte mir, ich wäre ein guter Babysitter xD).
Dann fielen wir völlig kaputt von der Jagd und nach der ersten richtig heißen Dusche seit einer Ewigkeit ins Bett. (Es war im Raum übrigens nicht wärmer als im Auto, sodass wir gar nicht erst die Möglichkeit bekamen, zu bedauern, dass wir immer im Auto schlafen, es ist super :D )

Um acht heut morgen klopfte Nigel dann laut an unsere Tür, um uns zu wecken. Wir frühstückten gemeinsam und beschlossen gemeinsam, uns noch einmal zu sehen. (Hannah war gestern Abend schon ganz traurig, als ich sagte, dass wir nur die Nacht bleiben und ich musste ihr da schon versprechen, dass ich wirklich wieder kommen werden, um sie zu besuchen).

Zum Abschied haben wir Honig aus der Region und etwas Truthahnfleisch bekommen und fuhren damit weiter nach Whitianga. Und da simma nu :D

Auf dem Weg nach Whitianga
Haben am Wasser den Truthahn gekocht mit einer Pilzsahnesoße :D Es war gut ;)


Und als wäre es nicht genug, kam ein Angler gerade aus dem Wasser mit seinem Boot und fragte uns, ob wir hier rumreisen und wir eventuell einen Fisch haben wollten für das Abendbrot :D

Joah den hat er uns dann auch einfach so geschenkt, ihn noch für uns ausgenommen und ist dann wieder abgedüst :D Wenn das so weitergeht, meinte Jannik, haben wir heut Abend noch ein Wildschwein und eine Möwe, die uns irgendwer schenkt ;D

Leckere Fischis :D 
Das werden wir ja dann hoffentlich merken. Jetzt erkunden wir bestimmt noch etwas die Gegend, suchen uns einen Schlafplatz und eine passende Gelegenheit, den Fisch zu braten. :)

Haut rein!

Joe. ♥

Sonntag, 13. Juli 2014

Katikati und Tauranga

Kia Ora :)


Man was für wechselhafte zwei Tage.
Vorgestern haben wir bei dem Dauerregen in Auckland ein Jobangebot online in der Bay of Plenty gefunden. Da uns ja eigentlich nichts oben gehalten hat und wir herausfanden, dass die meisten Jobs im fruit picking eh in der Bay angeboten werden, haben wir uns auf den Weg gen Süden gemacht.


Es war Wahnsinn. Die Straße (South-Highway 2) schlängelte sich durch Berge, die über und über mit Dschungel bewachsen waren. Wenn es nicht so geregnet hätte, wäre er Anblick sicher noch atemberaubender gewesen.
So hat man sich teilweise wie in einer verregneten Karibik gefühlt :P

Echt schön...wenn es doch nur nicht so nass wäre.

Der Regen war so stark, dass ich mit der höchsten Stufe der Scheibenwischer immer noch Probleme hatte, die Straße zu sehen. Und hier ist es nicht wie in Deutschland :D Wenn man pennt, dann hält einen keine Leitplanke davon ab, gegen einen Felsen oder direkt die “Klippe” runter in den Fluss zu fahren :D Aber wir haben es überstanden und kamen so irgendwann in Katikati an, wo der Job sein sollte.
Tja, aber auch in Neuseeland gibt es sowas wie ein Wochenende. Die Plantagenbesitzer waren jedenfalls nicht zu erreichen und so blieb uns erstmal nichts anderes übrig, als die Zeit zu vertreiben.
Also fuhren wir erstmal gen Meer.
Als ein nettes Schild uns darauf hinwies, dass die Straße in hundert Meter enden würde (eigentlich führte sie einfach direkt ins Meer^^), hatten wir unseren perfekten Schlafplatz gefunden: Ein Parkplatz mit Blick aufs Meer sozusagen.


Zwar klitschnass, aber lustig war es trotzdem irgendwie.

Am Abend hörte es sogar kurzzeitig mal auf zu regnen und der Mond kam raus, sodass der Ausblick einfach Wahnsinn war :)

Vielleicht bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon, wie toll das war *-*

Nach einer Partie Schach und einem Film sind wir dann auch schon ins Bett gegangen - nichts tun, kann auch anstrengend sein ;)


Sunrise und die Straße, die einfach ins Wasser führt.


Gestern morgen war dann einfach ein wunderbares Wetterchen. Wir durften unseren ersten Sonnenaufgang in der Bay of Plenty sehen und haben uns danach voller Energie mal auf den Weg durch Katikati und Umkreis gemacht auf der Suche nach einem Job.

Klar, es war Sonntag und so hatten wir nicht so richtig Chancen^^ Aber wir haben ein paar gute Tipps bekommen und uns viele Nummern aufgeschrieben, die wir heut noch alle anrufen werden, um herauszufinden, ob es irgendwo Arbeit für uns gibt :)

Da der Tag erst halb rum war und in Katikati ja nichts mehr zu tun war, fuhren wir in die nächste größere Stadt hier in der Bay of Plenty, Tauranga. Das Wetter war so schön, dass man eher an einen Sommertag in Deutschland gedacht hätte :) Unser Parkplatz direkt am Wasser war quasi perfekt, um sich zu entspannen^^ Was sollten wir auch anderes machen? Es war Sonntag :D

Erst als wir um 18 Uhr Abendessen kochen wollten, fing es an zu regenen und zwar ganz genau in dem Moment, als ich den Gasherd angeschmissen habe -.- Super. Also mussten wir ein wenig improvisieren. Gottseidank gibt es ja so etwas wie Heckklappen und Regenponchos ^^




Vielleicht etwas kompliziert, aber am Ende hatten wir etwas zu Essen.

Nach ein paar super leckeren Spaghetti mit Tomatensoße haben wir der Livemusik in einem Pub schräg gegenüber zugehört, die so laut war, als würde die Dame mit der unglaublichen Stimme direkt vor unserem Auto singen. Lange aber nicht, denn irgendwie sind wir ganz schön schnell eingepennt beide und heut erneut bei strahlendem Sonnenschein aufgewacht  :)

Jetzt heißt es also weiter, nach einem Job zu suchen. Ich werde nachher mal in den Hafen fahren und dort schauen, ob es etwas gibt. Und wenn nicht, hätten wir vielleicht für nächste Woche schon was beim Kiwi-Pflücken in der Nähe von Katikati. :)


Achja nochwas: Congratulations an die deutsche Fußballnationalmannschaft :)
Wir freuen uns :D Es ist auch echt lustig, wenn man hier auf der Straße angesprochen wird, ob man deutsch ist (sehen wir so deutsch aus?!^^) und dann ganz begeistert erzählt bekommt, dass wir den World Cup gewonnen haben :D Man freut sich hier mit uns. Also die zugereisten, denn die waschechten Kiwis haben nur Rugby im Kopf :)

So ich tank jetzt Sonne und ihr?


High Five
Joe
(das “e” wurde einfach von den Einheimischen, die sich unsere Namen aufgeschrieben haben, dazu gemacht. Anscheinend gehört es da hin und ich übernehme das einfach mal :D )

Donnerstag, 10. Juli 2014

Hilfsbereit, Hilfsbereiter, Neuseeland


Beweisfoto Nachliefern: CHECK :D 



Den vierten Tag bin ich jetzt erst hier und wir haben schon so viele Menschen kennengelernt.
Man ist hier einfach unglaublich offen und freundlich.
Schon am Flughafen ist es mir aufgefallen: Ich wusste nicht so recht, wo ich hin musste und stand eben einfach so da und schaute mich um, als ein älterer Herr gleich kam, fragte, ob alles in Ordnung wäre bei mir und mir dabei schon mein Gepäck abnahm und es auf einen Wagen lud. Das gleiche überall anders. Ich schaue mir den Busplan an, schon steht jemand neben mir und fragt mich, ob er mir helfen kann und wo ich denn hin möchte. Ich finde es unglaublich, dass man so  freundlich sein kann - nie käme ein Deutscher auf eine solche Idee. Man kann einfach jeden ansprechen und irgendetwas fragen. Man wird nicht mit einem “Ja, hallo?!” begrüßt, wenn man jemanden anspricht. Ein “Hallo”, was eher skeptisch klingt und man merkt, dass man hier eigentlich gerade stört. Hier ist es anders: Ein Lächeln ist anscheinend Pflicht, so habe ich das Gefühl. Es ist nicht, als würde man einen Fremden ansprechen, sondern einen guten Bekannten. Ich finde wirklich wir sollten uns daran mal ein Beispiel nehmen. Es lebt sich so viel leichter, wenn man einfach freundlich und offen ist :)

Das Wetter hier im guten Auckland ist gar nicht mal so anders, als in Deutschland gerade, glaube ich. In den letzten Tagen hat es viel geregnet und vorallem gestürmt wie sau. Und heute ist gerade wie ein Sommertag in Deutschland :D Ok, ein Herbsttag^^ Die Sonne scheint warm und es ist kaum windig. Milde Temperaturen, sodass ich nichteinmal eine Jacke brauche. Aber ein Tuch um den Hals, denn der tut ein wenig weh. Heut Nacht im Auto war es nämlich sehr kalt und ohne Schlafsack fast nicht auszuhalten. Deswegen haben wir heut gleich eine Decke gekauft im Pack’n Save - nicht, dass wir Eisklötze werden :D

Jetzt sitze ich gerade in der Library irgendwo am Stadtrand von Auckland, lasse mir die Sonne auf den Rücken scheinen und schreibe, während Jannik einen weiteren Adapter für den Laptop holt (die anderen sind aus unerfindlichen Gründen alle zu klein :/ )
Die letzten Tage waren sehr aufregend^^
Unseren ersten Einkauf haben wir gleich, als wir das Auto am Mittwoch abgeholt haben, getätigt. (Das Auto läuft übrigens ganz gut, spinnt manchmal ein wenig, aber es fährt^^)
Allein der Weg zum Laden war schon sehr lustig. Ich bin sowohl das erste Mal links als auch das erste Mal Automatik gefahren. :D Widererwartend ging es aber super. Habe nicht einmal in die Bremse gehackt, weil ich die Kupplung treten wollte oder so. Und selbst die Kreisverkehre links zu fahren, ist gar nicht so kompliziert, wenn man sich etwas konzentriert. :) Das Einzige, was ich am Anfang ein paar Mal gemacht hab, ist, den Scheibenwischer anzumachen, wenn ich eigentlich blinken wollte - der ist hier nämlich auch auf der anderen Seite. Aber mittlerweile läuft das Blinken auch voll automatisch mit der rechten Hand. :D

Die Nacht von Dienstag zu Mittwoch und von Mittwoch zu Donnerstag habe ich bei einer sehr netten Familie in Manurewa (einem Stadtteil von Auckland) verbracht. Der Kontakt kam über meine Tante zustande, die einen Freund hier hat, der diese Familie kennt. Sat, seine Frau und seine Tochter sind sehr liebenswürdig und geben am liebsten, ohne irgendetwas dafür wiederzubekommen. Auch Davanah, Sharons Schulfreundin, ist sehr niedlich und wir haben uns gut unterhalten^^
Um der Familie wenigstens ein wenig “wiederzugeben”, haben wir für sie am Mittwoch-Abend Kässpätzle gekocht. (oder bessergesagt hat Jannik gekocht, weil ich mich um unsere Papiere gekümmert habe). Es hat ihnen allen super geschmeckt und das hat uns natürlich gefreut :)

Mit den Papieren, die ich an dem Abend kopierte, sind wir am nächsten morgen gleich zum Post-Office, nachdem wir uns von den Prasads verabschiedet hatten. Wir haben den ganzen Tag dort bei der Mall in Manukau verbracht. Zuerst haben wir unsere IRD-Nummern beantragt, dann habe ich das Auto für 9$ umgemeldet und auch schon die erste Postkarte Richtung Deutschland verschickt :D (Mal probehalber, um herauszufinden, wie lange die brauchen ;) ).
Jetzt müssen wir auf die IRD-Nummern warten und dann erst dürfen wir arbeiten und ein Bank-Konto eröffnen.
Unser erster Besuch in der Library. Schlau, schlauer, wir :D 

Den restlichen Tag waren wir in der Library (unsere C.V.s schreiben und ausdrucken) und in der Mall unterwegs bis zum Abend, um noch etwas zu Essen zu besorgen, Adapter und andere Dinge, die wir noch so brauchten :) Das erste Lied, was übrigens lief, als wir in die Mall kamen, war “99 Luftballons” von Nena, was erst einmal für einen Lacher gesorgt hat^^
Nicht gelacht hat allerdings die Verkäuferin im Countdown, als ich aus Versehen zwei Singapur-Dollar zum Bezahlen hinlegte :D Ich musste allerdings ganz schön lachen^^ Vielleicht sollte ich den Schein aus dem Portemonnaie nehmen. (Ich habe ihn da übrigens nur wegen Dir, liebe Lotte, weil du gern Singapur-Geld haben wolltest :D )


Auf dem Weg aus der Mall zurück zum Auto  haben wir dann noch zwei Fette Kugeln Eis gegessen :D Die schmeckten echt waaahnsinnig lecker und dabei kam sogar die liebe Sonne einige Zeit heraus - das erste Mal an diesem Tag.
Die Kugeln machen sie hier ca. doppelt so groß wie bei uns :D
Weil wir im Auto schlafen wollten, mussten wir das noch für die Nacht herrichten, hatten außerdem Hunger und noch keine Ahnung, wo wir die Nacht mit dem Auto parken sollten. Grundsätzlich ist es wohl in NZ überall erlaubt, zu campen, es sei denn, es steht irgendwo, dass man es nicht darf. Und wenn man sich nicht sicher ist, soll man fragen.

Und das haben wir getan. Zuerst fuhren wir zum KFC in Manukau, da wir uns da sowieso bewerben wollten. Wir aßen etwas und erfuhren, dass wir uns online bewerben müssten.
Auf die Frage, ob wir mit dem Bus stehen bleiben dürften, bekamen wir die Antwort, dass die Security nachts womöglich die Polizei anrufen würden, wenn sie einen Van dort stehen sähen. Wir könnten es machen, aber eben auf eigene Gefahr. Dann wohl doch eher nicht.
Also fuhren wir weiter und etwas herum auf der Suche nach einem Schlafplatz.
(Das Herumfahren ist hier übrigens nicht so teuer wie in Deutschland. Diesel kostet hier ca 1,30$ und Benzin 2$ pro Liter. Umrechnungskurs ca. 1,6. 1,33 für Bezin also und Diesel lohnt sich das rechnen gar nicht^^)


Auf einer Karte fand ich dann eine Straße, die gen Wasser führte und einfach irgendwann aufhörte. Also fuhren wir da hin und diese einfach entlang. Am Ende stand ein Haus - Endstation. Zwei Frauen auf der Straße gaben uns mit einem freundlichen Lächeln den Tipp, dass wir uns einfach ein paar Meter weiter auf einen kleinen Platz unter die Bäume stellen könnten. Das taten wir und wollten vor dem Schlafengehen noch etwas spazieren gehen, denn die Luft war klar und warm und der Himmel sternenklar (einfach der Wahnsinn *-*)
Da wir gar nicht so recht wussten, wohin wir laufen durften und wo es vielleicht verboten war, fragten wir die netten Damen von der Straße einfach noch einmal. Irgendwie kamen wir mit ihnen ins Gespräch und haben mindestens eine Stunde über dies und das und Gott und die Welt geredet. Vor allem aber über Neuseeland und uns viele wertvolle Tipps von ihnen abholen können.
Es stellte sich am Ende heraus, das der Mann von Maria der Manager von Gourmet New Zealand in der gleichen Straße war und diese Firma hatte einen abgeschlossenen Hof. So boten sie und ihr Mann (der noch aus dem Haus kam) uns an, dort mit dem Auto über Nacht zu stehen, sodass uns niemand etwas tun könne und wir auch noch eine Toilette hätten. “Geil!” War wohl der erste Gedanke :D Echt der Hammer. Wir kannten sie nicht lange und sie wollten uns sofort helfen, weil sie uns sozusagen beschützen wollten^^


So fuhren wir mit ihnen auf den Hof und haben dann in der Firma sogar noch einen heißen Kakao zum Aufwärmen getrunken und über Fußball gequatscht. Alle dort in der Gegend sind Bayern München verfallen, weil einer der Spieler aus ihrem Land kommt. :D Außerdem haben die beiden uns noch einiges über die Ernte in Neuseeland erzählt. Wann, was und wo am besten. :)
Mit einer netten Umarmung und dem Austauschen unserer Nummern (Wir sollen Maria auf jeden Fall immer mal schreiben, dass es uns gut geht und sie auch nochmal besuchen), verabschiedeten wir uns von Maria und Koi (jaaa, so wie der Fisch xD).

Nach einem kleinen Krieg mit dem Scheibenknopf, der einen Aufstand probte und die Beifahrerscheibe einfach nicht wieder hoch fahren wollte, sind wir dann völlig erschöpft (und ölig vom basteln am Auto), jedoch mit einem geschlossen Fenster eingeschlafen. Es war echt sau kalt, aber wir haben es überlebt :D

Saudreckig nachdem wir die halbe Autotür auseinander und wieder zusammengebaut hatten^^
Heute morgen dann aufgestanden und mit dem Auto zu dem heißen Tipp von Maria und ihrer Freundin gefahren: dem Swimmingpool. Wir könnten dort duschen, sagten sie uns gestern. Und so fuhren wir ihrer Beschreibung nach und fanden uns dann vor einer Schwimmhalle wieder, die (meine Augen müssen gefunkelt haben wie die eines kleinen Kindes zu Weihnachten) KOSTENLOS war :D Man kann hier einfach schwimmen und zwar umsonst...und das IMMER. Ich muss das jetzt nochmal kurz für euch übersetzen: Das hier ist der Himmel auf Erden!! ;D
Für mich zumindest^^ Also rein ins kühle nass (hab mir gleich noch ne Badekappe und ne Brille gekauft) und dann sind wir erstmal losgedüst im Becken und haben danach schön geduscht. :)
Was für ein Start in den Tag! Wir nahmen uns vor, das jetzt öfter zu machen :D
(Ich hab dort auch gleich nach einem Job als Rettungsschwimmer gefragt und soll mich mal online bewerben ;) )

Und Jannik mit großen Augen, weil er sie sonst gern mal zu hat auf Fotos :D 

Mehr ist eigentlich noch nicht passiert. Ein wenig erschöpft vom Schwimmen und erneuten Einkaufen sitzen wir jetzt in der Library und chillen. (mit freiem Strom und Internet :D ).
Mal sehen, was der Tag noch so bringt. Vielleicht essen wir erst einmal etwas und das Auto wollten wir auch noch sauber machen :)


Achja wir sprechen jetzt sogar schon miteinander des öfteren Englisch, man gewöhnt sich da so schnell dran, das ist schon fast unheimlich ;D


Nagut, wir suchen jetzt was zu Essen...oder schießen uns ein Possum oder so xD
Man liest sich ;)

Jo :D
Na? Hab ich den verrückten Maori Blick schon drauf? xD

PS: Lotte, damit du zufrieden bist, noch das Sushi-Bild:



Montag, 7. Juli 2014

In die neue Welt

Hello my friends :D
Ich bin gut angkommen und schreibe dann jetzt den ersten Eintrag aus dem großen Auckland :D

Fliegen ist gar nicht mal so schlimm, wie ich es gedacht habe.
Nach einem kurzen und schmerzlosen Abschied ohne Tränen (danke Mama und Papa :P ) ging's mit dem ICE erst einmal problemlos zum Frankfurter Flughafen. Beim Check-In hab ich das erste Mal schlucken müssen, als mir die nette Dame am Schalter sagte, dass ich mich lediglich mit meinem Reisepass ledigitimieren dürfe, ich jedoch die Nummer meines Ausweises in Deutschland angegeben habe. My fault. Aber es sollte sich doch alles nicht als Problem erweisen. EIn Anruf bei den Behörden in Neuseeland gab mir ersteinmal das Wissen, dass ich fliegen dürfe und alles weitere würde sich dann ergeben.

Also ab durch die Passkontrolle, Handgepäckkontrolle etc. Alles ohne Probleme und schwuppdiwupps saß ich im Flieger nach Dubai. 5 Stunden und 45 min war ich da nur unterwegs - der kürzeste Flug der Anreise nach Auckland.
Der Flieger kam mir eher wie ein Luxushotel und nicht wie ein Flieger vor^^
Auf dem Weg zu meinem Platz, besserte sich meine Laune zunehmend, als ich zuerst feststellte, dass ich am Fenster sitzen würde (das sagte mir das K meiner Platznummer) und sich einige Sekunden später herausstellte, dass besagter Fensterplatz auch noch am Notausgang lag. Ergo: Beinfreiheit pur :D
Neben mir ein recht gut gebauter Schrank, der mich in die Geheimnisse des Fliegens einweihte und mir mal eben erklärte, wie sicher das hier alles sei - also Angst konnte ich ja danach gar nicht mehr haben :D

Der Flug verlief also eigentlich sehr angenehm mit 3-Gänge-Menü (ich hab das Lamm gegessen, war eeeecht lecker =9 ), einem kleinen Fernseher mit 300 Filmen, darunter alle aktuellen Kinofilme, die gerade so gelaufen sind.
Mit arabischer Coca Cola und einem Jack Daniels zum Abschied, war das ganze doch recht angenehm ;)

Ist die nicht süß? :D

In Dubais Flughafen ist mir zuallererst der riiiiiiesige Wasserfall aufgefallen, der da einfach mal an einer Wand herunter läuft :D Außerdem gibt es abertausende Duty Free Shops :D Mit einer Mini-Bahn bin ich zu meinem Terminal gebracht worden und saß dann dort eine Weile rum. Kein Handyempfang, kein W-Lan, kein Internetcafé, sodass ich nicht einmal irgendwem sagen konnte, dass ich da war. Ein Mitarbeiter von Emirates (ein, um es politisch korrekt auszudrücken, stark pigmentierter mit französischem Akzent) sagte mir kurz vorher mit einem Lächeln auf den Lippen, dass das mit meinem Visum noch nicht vollständig geklärt sein, aber ich nach Auckland käme und der Rest wäre mein Problem. Nun gut, dann war das eben so. Mittlerweile machte ich mich nicht mehr verrückt. Warum auch?^^ Gibt nur Falten :P
Und so gab mir meine Musik (danke Homies <3 :D ) ein Stück Zuhause während ich am Gate B15 so vor mich hin dämmerte. Denn geschlafen hatte ich nicht wirklich auf meinem ersten (bewussten) Flug überhaupt, sodass mich die Müdigkeit jetzt doch etwas überfiel. In Singapur, dachte ich,würde ich nochmal versuchen mit einem new zealand immigration officer zu sprechen, um herauszufinden, wie es um mein Working Holiday Visum steht. Und zur Not würde es eben erst einmal ein Besucher-Visum werden (also 3 Monate ohne Arbeiten)...Hauptsache ich durfte erst einmal rein in das Land meiner Träume :)

Den Flug nach Singapur dann auch überstanden mit einem sehr netten Engländer und einer unsanften Landung, wurden wir dort erst einmal mit einem Temperaturmessgrät und Mundschutz empfangen. Dass dort ja bloß keiner krank aus dem Flugzeug käme ;)
Aber ich habe meine anfängliche Skepsis gegenüber Singapur und seinen Bewohnern schnell überwunden: Mich erwarteten saubere Toiletten,Trinkwasserspender wie in Amerika und ein über und über mit Teppich bedeckter Flughafen. Es war angenehm ruhig (sogar die ganzen Kinder), penibel sauber und im Hintergrund lief irgendwelche Entspannungsmusik - es glich alles in allem also eher einem gemütlichen Wohnzimmer als einem riesigen Flughafen.

An den PCs, die freies Internet anboten, konnte ich dann sogar schon ein Lebenssignal von mir senden.
Achja, ich fand es ja schon echt hart, was auf dem Einreiseformular in Singapur zu finden war, ich dachte, ich zeig euch das mal :D :
Warnung! Tod für Drogenhändler nach dem Gesetz von Singapur :D 


Dank der netten Dame am Emirates-Schalter konnte ich mir vor meinem Abflug nach Auckland, der um eine Stunde nach hinten verschoben und in einen anderen Flieger verlegt wurde, sicher sein, dass das mit meinem Visum klar geht und war tiefenentspannt :)
Also zur Feier des Tages erstmal Sushi esse, dachte ich. Hab meine fünf Euro, die ich noch in der Tasche hatte gegen 8 und nochwas Singapur $ eingetauscht und mir für 4,50$ Sushi gekauft, was besser war als alles, was ich je in dieser Richtung gegessen habe *-* Nur zu empfehlen, falls ihr zuuuufällig mal in Singapur vorbeikommt :D

Das Geld in Singapur sauer und glatt wie ein Babypopo (in NZ auch ürigens).

Auch die Menschen dort sind unglaublich nett und zuvorkommend (was eventuell auch daran liegt, dass an jedem Schalter, auf den Toiletten und überall, kleine Bildschirme hängen, auf denen man seine Zufriedenheit eingeben kann ;D ). Eine Frau im Souvenirladen, in dem ich nach Aufnähern gesehen habe, hat fast im Kreis gelacht, als sie erfuhr, dass ich aus Deutschland komme. Sie hat mich dann mit einem sehr niedlichen "Danke. Auf Wiedersehen" und einem sehr breiten Grinsen verabschiedet. :) Und auch die Zahl der Kinder, die mit "GERMANY"-Trikots unterwegs waren, war erstaunlich und hat mich doch etwas begeistert :D Wusste nicht, dass wir da so beliebt sind in Singapur^^
Der letzte Flug fand dann in einem ziemlich kleinen und unglaublich lauten Flugzeug statt -.- Seeehr nervig, aber ich habe ein super Päkchen bekommen mit allem,was man so braucht (oder eben eigentlich auch nicht xD)
Zahnbürste, Seife,Taschentücher, Schlafstoffbrille, Oropax, Socken, n Kugelschreiber und das alles in einer Tablet-Hülle :D Wunderbar^^


Als ich nach dem Essen einschlief und irgendwo über Australien in der Nähe von Adelaide wieder aufwachte, war der Ausblick einfach atemberaubend. Auf einer Höhe von 39 000 Fuß (Außentemperatur übrigens -54°C :O) und mit einer Geschwindigkeit von 1144 km/h war bei dem wolkenlosen Himmel der Ausblick einfach Waaaahnsinn. Ich kann das nicht richtig beschreiben, aber stellt euch einfach vor, Gold fliest durch ein Land und sieht aus wie ein Fluss-Delta. Und dann schmeiß dort jede erdenkliche Art von glitzernden Edelsteinen in allen Farben hinein. Das alles auf schwarzem Untergrund unter einem Sternenhimmel. Es war unglaublich beeindruckend und atemberaubend.

Um alles andere darauf folgende mal zusammenzufassen : Mein Schlafsack hat es nicht hierher geschafft und wird noch gesucht^^ Das mit meinem Visum geht in Ordnung, Essen ist schweineteuer, habe eine Handy-Karte gekauft und Jannik, mein Reisepartner ist echt'n cooler :)
Beweisfoto von uns beiden kommt nach ;)


Morgen geht's weiter mit dem wichtigen (IRD Number, Auto etc). Jetzt werde ich erstmal den Schlafplatz fürheut Nacht aufsuchen :)

Ich wünsch euch was!
Wir lesen uns :)

Jo :D (So heiß ich dann jetzt hier....habt ihr schonmal gehört, wie sich englischsprechende Menschen die Zunge bei meinem Namen brechen, wenn sie ihn richtig aussprechen wollen?^^ Zum Schießen :D )

Sonntag, 22. Juni 2014

Abschiedsfete und das Kiwi-Land rückt näher

Hallo und guten Tag, :-P
In genau vierzehn Tagen werde ich (wenn denn alles gut geht) bereits im Flieger nach Neuseeland sitzen. Ich mach mir Sorgen über alles, was wird. Ob ich alles habe, was ich brauche und ob ich ankomme und wie ich mich verdammt nochmal auf diesen Flughäfen zurecht finden soll :O

Aber heut, am 22.06.14, habe ich erstmal eine kleine Abschiedsfeier gemacht mit dem kleinsten Kreis der Familie. Leider waren nicht alle da, die ich gern hier gehabt hätte. Zum Beispiel meine Onkel Gerd und Andreas, meine Cousine Tally, Martin, Rüdi und Wilma und Fred. Sie alle sollen sich an dieser Stelle gedrückt fühlen und ich hoffe sehr, dass ich sie dann aber in einem Jahr wieder in die Arme schließen darf.

Meine kleine Schwester hat einen total süßen Kuchen gebacken und wir haben ein paar Stunden nett zusammen gesessen und ein bisschen gefuttert und gequatscht (wie es eben so üblich ist bei Familienfeiern :D).
Für den grammatikalisch korrekten Satz hat die Farbe nicht gereicht :D
Aber es wurde nicht nur gegessen, ich habe auch viele Wünsche, kleine Glücksbringer und nützliche Reiseutensilien bekommen, über die ich mich seeehr sehr gefreut habe und manchmal hatte ich (zugegebenermaßen) sogar ein kleines Tränchen wegzudrücken. q.q

Notfallschokolade, Schutzengelbärchen, ein Christopherus-Anhänger, eine kleine Nähbox, ein Reisetagebuch,  Taschentücher, ein Glücksbringer-Handyputztuch, Süßigkeiten und viele liebe Sprüche und Wünsche für die Reise. :)
Es war also ein sehr angenehmer Nachmittag und es war schön, nochmal die Familie zu sehen.

Ich würde auch gern alle meine Freunde noch einmal wieder sehen, aber das scheint mir unmöglich :( Ich wollte eigentlich noch einmal durch Deutschland reisen, um mich zu verabschieden, hab es aber aus den verschiedensten Gründen nur noch einmal nach Hamburg geschafft. Allen anderen werde ich dann wohl anderweitig "Tschüss" sagen müssen - sei es über E-Mail, Telefon oder Brief. Hoffentlich seid ihr mir nicht böse oder so, aber für eine Riesen-Party mit Freunden von überall her, bleibt einfach keine Zeit mehr, denn der Abiball hält mich (unter anderem) noch auf Trab bis ich fliege.
Ich hab euch trotzdem alle lieb und werde euch vermissen!! :*


Nochmal ein Themenwechsel: Meine Reiseunterlagen sind jetzt (so hoffe ich doch) auch alle da. Einschließlich der Info über den Flug (denn das Ticket ist ja heutzutage nur noch ein eTicket und wird nicht mehr zugeschickt).

Ich fahre mit dem ICE von Berlin zum Flughafen nach Frankfurt (a.M.), wo ich am Terminal 2 abfliege. Man, man, ob ich da hinfinde? :x
Das Zugticket mit Platzreservierung war am gleichen Tag im Briefkasten wie meine Reiseunterlagen für den Flug. In denen steht jetzt genau, in welches Terminal ich wo muss und wie lange ich fliege etc.
Von Frankfurt nach Dubai sind es (planmäßig) 6:15,
von Dubai nach Singapur 7:55
und von Singapur nach Auckland 10:00...
macht...naaaa? :D Genau! 24 Stunden und 10 Minuten im Flieger.
Das find ich ganz schön krass, dafür, dass ich das letzte Mal mit fünf Jahren geflogen bin und überhaupt keinen Schimmer mehr habe, wie das ist :D Aber was einen nicht umbringt, macht einen nur stärker, oder wie war das?! ;-)

Ob mit meinem Visum etc.pp alles klappt und wie das dann mit den Einreisebestimmungen ist, werde ich ja dann merken. Und ob sie mich überhaupt rein lassen in den Flieger ;)
Von meiner Tante und meinem Onkel wurde mir zumindest ans Herz gelegt, ein paar "Ersatzklamotten" ins Handgepäck zu packen, falls das Gepäck verloren geht und eben einfach mal eine Woche zu spät kommt oder so. :O Passiert hoffentlich nicht, aber sicher ist ja bekanntlich sicher. :)


Soooo, ich denke das reicht jetzt erstmal wieder. An meinem wirren Schreibstil bekommt man vielleicht schon mit, wie hibbelig ich bin. :D Achja und als Zwischeninfo: Ich habe mein Abitur mit einer zufriedenstellenden Leistung bestanden und hab damit eine gute Grundlage für mein späteres Leben. :)


"Jede Reise bringt einen Menschen weiter, man kommt nie so zurück, wie man losgefahren ist - man wird reifer, erfahrener, toleranter und weiser." 

In diesem Sinne:
Au revoir ihr Leichtmatrosen, ich wünsch euch noch was und ich meld' mich dann wohl erst wieder, wenn es dann so richtig ernst wird :)

Tschüssikowski und einen schönen Sonntagabend noch

Euer Öhrchen :D